Neues Punkte System

Hier mal ein Auszug aus dem neuen Bußgeldkatalog für die die mal Pech hatten, von der Internetseite: www.bussgeldkatalog.org

 

Bußgeldkatalog 2014: Neues Punktesystem und höhere Bußgelder

Ab Mai 2014 tritt die große Bußgeldkatalog-Reform in Kraft, in deren Zuge nicht nur einige Bußgelder deutlich teurer werden, sondern sie sieht auch ein neues Punktesystem, eine neue Bußgeldtabelle sowie Neureglungen bei der Punktevergabe vor. Je nach Verstoß gibt es im neuen Bußgeldkatalog 2014 nur noch maximal 3 Punkte, während es nach dem alten Punktesystem bis zu 7 Punkte für ein Verkehrsdelikt gibt. Im Folgenden zeigen wir Ihnen die Regelungen für das neue Punktesystem.

Aktueller Bußgeldkatalog vs. neues Punktesystem

Das neue Punktesystem sieht vor, dass Verkehrssünder nur noch für Verstöße Punkte in ihrem Fahreignungsregister bekommen, die eine Sicherheitsgefährdung darstellten.

Für schwere Verstöße gibt es ab Mai im Bußgeldkatalog 2014 1 Punkt. Im aktuellen Bußgeldkatalog von 2013 werden schwere Verstöße mit 1 bis 4 Punkten ohne Fahrverbot geahndet.
Für sehr schwere Verstöße gibt es ab Mai im Bußgeldkatalog 2014 2 Punkte sowie ein Regelfahrverbot. Im aktuellen Bußgeldkatalog 2013 werden sehr schwere Verstöße mit 3 bis 4 Punkten geahndet, ist das Delikt mit einer Straftat verbunden, gibt es 5 bis 7 Punkte plus Fahrverbot.
Für schwere Straftaten gibt es ab Mai im Bußgeldkatalog 2014 3 Punkte. Diese Regelungen gelten für Alkohol und Drogen am Steuer, schwere Nötigung, unterlassene Hilfeleistung und unerlaubtes Entfernen vom Unfallort.
Die neue Bußgeldtabelle mit dem 3-Punkte-System hat den großen Vorteil, dass sie im Vergleich zur altbekannten 7-Punkte-Regelung deutlich übersichtlicher und für alle Verkehrsteilnehmer verständlicher ist. Darüber hinaus wird durch die Reduzierung der Punktanzahl die Komplexität von Berechnungen verringert.

 

Abstufungen bei den Punkten

Da es für die gleichen Verstöße gegen die StVO im Bußgeldkatalog 2014 weniger Punkte gibt, werden auch die Punktestände der Verkehrssünder angepasst. Ist man nach der alten Regelung ab 18 Punkten seinen Führerschein los, verliert man ihn nach dem neuem Punktesystem bei 8 Punkten. Welche Maßnahmen und Konsequenzen bei welchem Punktestand greifen, können Sie folgender Übersicht entnehmen:

1 bis 2 Punkte geben nur eine Vormerkung ohne weitere Maßnahmen (1 bis 7 Punkte im aktuellen Punktesystem)
3 bis 5 Punkte geben eine Ermahnung mit Information über das Fahreignungssystem (8 bis 13 Punkte im aktuellen Punktesystem)
6 bis 7 Punkte geben eine Verwarnung und eine Anordnung zu einem Fahreignungsseminar innerhalb von 3 Monaten nachdem die Punkte kassiert wurden (14 bis 17 Punkte im aktuellen Punktesystem)
8 Punkte führen zu einem Führerschein-Entzug (18 Punkte im aktuellen Punktesystem)

 

Umrechnung bestehender Punkte

Durch das Inkrafttreten der Punktereform am 1. Mai 2014 werden bestehende Punkte und Einträge in der Verkehrssünderkartei in Flensburg nicht Eins-zu-eins auf das neue Punktekonto übertragen, sondern umgerechnet. Die Umrechnung wird wie folgt durchgeführt:

 

 Alte Punkte  Neue Punkte
 01 - 03  1
 04 - 05  2
 06 - 07  3
 08 - 10  4
 11 - 13  5
 14 - 15  6
 16 - 17  7
 18  8

 

Folgende Verstöße werden erhöht und mit 1 Punkt im Verkehrszentralregister geahndet:

Handy am Steuer: 60 Euro (neu) – 40 Euro (alt)
Verstoß gegen die Winterreifenpflicht: 60 Euro (neu) – 40 Euro (alt)
rechtswidriges Verhalten an Schulbussen: 70 Euro (neu) – 50 Euro (alt)
falsches Verhalten an Schulbussen mit Gefährdung: 60 Euro (neu) – 40 Euro (alt)
Kinder nicht (ausreichend) gesichert: 60 Euro (neu) – 40 Euro (alt)
Kinder nicht (ausreichend) gesichert mit Gefährdung: 70 Euro (neu) – 50 Euro (alt)
Zeichen oder Anweisung eines Polizeibeamten nicht befolgt: 70 Euro (neu) – 50 Euro (alt)
einfacher Vorfahrtverstoß: 70 Euro (neu) – 50 Euro (alt)
Fußgängergefährdung im Fußgängerbereich: 60 Euro (neu) – 40 Euro (alt)
Fahren ohne Zulassung: 70 Euro (neu) – 50 Euro (alt)
Verstoß gegen Ladungssicherungspflichten: 60 Euro (neu) – 50 Euro (alt)
TÜV bzw. HU-Frist um mehr als 8 Monate überzogen: 60 Euro (neu) – 40 Euro (alt)
Fahren ohne Begleitung als 17-Jähriger: 70 Euro (neu) – 50 Euro (alt)

Folgende Verstöße werden erhöht, dafür aber nicht mehr mit Punkten geahndet:

Einfahrt in eine Umweltzone ohne Umweltplakette: 80 Euro (neu) – 40 Euro (alt)
fehlendes Kennzeichen: 60 Euro (neu) – 40 Euro (alt)
abgedecktes Kennzeichen: 65 Euro (neu) – 50 Euro (alt)
Verstoß gegen Fahrtenbuchauflage: 100 Euro (neu) – 50 Euro (alt)
Sonn- und Feiertagsfahrverbot für LKW missachtet: 380 Euro (neu) – 570 Euro (alt)

Quelle: www.bussgeldkatalog.org

 


 

 

Haftungsgrenzen

Ein Rad muss mit seiner Aufstandsfläche, die nicht einmal die Größe eines Handtellers hat, enorme Kräfte übertragen. Zum einen die Längskräfte, die beim Bremsen und Beschleunigen entstehen, zum andern die Seitenkräfte quer zur Laufrichtung des Rades bei der Kurvenfahrt. Das Verhältnis dieser Kräfte zueinander beschreibt der Kammsche Kreis, benannt nach dem Ingenieur Wunibald Kamm.
Die grünen Linien in der Grafik unten links gelten für eine zügige Landstraßenfahrt, bei der zirka 50 Prozent der Seitenkräfte genutzt werden. Das entspricht einer Schräglage von 36 Grad. In dieser Position könnten noch 85 Prozent der Umfangskräfte zum Bremsen oder Beschleunigen aktiviert werden. Die roten Linien stehen für eine extreme Schräglage von 57 Grad, wie sie auf der Rennstrecke erreicht werden kann. In diesem Bereich sind 99 Prozent der Seitenführung aufgebraucht. Für das Beschleunigen stehen jetzt nur noch 10 Prozent an Umfangskräften zur Verfügung.

Wenn man einen Kreiskegel über den Kammschen Kreis stülpt (siehe Grafik unten rechts), lässt sich prima das variable Grip-Niveau eines Reifens, z. B. auf unterschiedlichen Oberflächen, veranschaulichen.

 

Die Grundfläche des Kegels stellt das maximal erreichbare Grip-Niveau dar, die Kegelspitze hingegen bedeutet „Null-Grip“. Alle dazwischen liegenden Werte sind möglich und hängen von vielen Faktoren ab: Reifen Aufbau der Karkasse, Dimension (Größe, Breite, Querschnitt und Kontur), Laufflächenmischung, Profil, Fülldruck, Betriebstemperatur. Motorrad Fahrwerksgeometrie, Qualität und Abstimmung der Federelemente. Straße Material, Makro- und Mikro-Rauigkeit, Asphalttemperatur, Oberflächenbeschaffenheit, Reibwertsprünge durch wechselnde Beläge, Gefahrenquellen wie Straßenbahnschienen, Fahrbahnmarkierungen, Kanaldeckel, Bitumenflecken oder diverse Verunreinigungen.

 Der Kammsche Kreis macht deutlich, welche Kräfte auf einen Motorradreifen beim Beschleunigen, Bremsen und in Schräglage einwirken. Die grünen Linien entsprechen den Werten, die zum Beispiel bei einer zügigen Landstraßenfahrt erreicht werden. Bei 36 Grad Schräglage hat der Fahrer genügend Reserven. 85 Prozent der Umfangskräfte des Reifens stehen ihm noch zum Bremsen oder Beschleunigen zur Verfügung –
damit bewegt er sich absolut im grünen Bereich. Kurz vor dem Limit der Haftgrenze befindet sich dagegen der Rennfahrer, der mit 57 Grad Schräglage um die Kurve wetzt. Jetzt bietet der Reifen nur noch einen schmalen Bereich von zehn Prozent seiner Umfangskräfte für eine minimale, sehr gefühlvolle Beschleunigung an.

 

Motorradfahrer Verantwortlich für: korrekten Reifenfülldruck und Profiltiefe, Betriebstemperatur der Reifen, gefahrene Geschwindigkeit

(diese hat mit zunehmender Höhe negativen Einfluss auf den Grip), gefühlvolles Bremsen und Beschleunigen.
Solange der Motorradfahrer innerhalb des Kegels bleibt, solange hat er Grip und bleibt auf der Maschine sitzen. Einziger Haken: Das Grip-Niveau ist nie eindeutig zu definieren (Ausnahme Rennstrecke). Allein deshalb ergibt die „Grip-Reserve“ im öffentlichen Straßenverkehr richtig Sinn. Der Kreiskegel über dem Kammschen Kreis verdeutlicht, wie sich das Grip-Niveau es Reifens verändert. Die Grundfläche des Kegels zeigt die maximale Haftung. Mit zunehmendem Tempo und unter dem Einfluss zahlreicher Faktoren – zum Beispiel dem Zustand der Straße – verliert der Reifen an Grip. Wer es nicht auf die Spitze treibt und innerhalb des Kegels bleibt, fährt sicher Motorrad.

Quelle: www.zweiradsicherheit.de

 

Downloadtip: Sonderheft Motorrad fahren:

http://www.zweiradsicherheit.de/Sonderheft.pdf

 

Weitere Infos unter:

Zweiradsicherheit - Motorradfahren gut und sicher


TÜV-Stationen beraten beim Motorrad-Umbau

Motorradbesitzer können sich beim Umbau ihrer Maschinen von TÜV-Stationen im Norden beraten lassen. Der TÜV Nord teilt mit, dass einzelne Teile oder das ganze Motorrad geprüft werden. Ein kompletter Motorradcheck kostet 55 Euro. Beim Umbau wir geraten möglichst nur Ersatzteile zu kaufen, denen ein Gutachten oder eine EG-Betriebserlaubnis beiliegt. Weitere Informationen zu den TÜV-Stationen gibt es unter der kostenlosen Rufnummer 0800 / 8070 600 oder unter www.tuev-nord.de


Handbuch Motorradelektrik

Wer freut sich nicht über einen kompetenten Ansprechpartner wie Frank Hahmann, wenn es mal wieder Ärger mit der Elektrik am Moped gibt.


Kurzbeschreibung

Die Elektrik/Elektronik eines modernen Motorrades ist eine sehr komplexe Angelegenheit. Von der Fahrerinformation (Licht, Tankinhalt, Blinker, Drehzahl etc.) und der Fahrzeugbeleuchtung über Zündung oder sogar digitales Motormanagement bis hin zur ABS-Bremsanlage reicht ihr Wirkungsbereich. Und selbst einfacher aufgebaute Motorräder kommen nicht ohne eine funktionierende Stromversorgung aus. Dennoch gibt es nur wenig Literatur zu diesem für jeden Zweiradfahrer interessanten Thema.In diesem Handbuch werden die Grundlagen von Elektrik und Elektronik, Schaltzeichen und Berechnungsweisen vorgestellt und erläutert. Zahlreiche Formeln und Schaltpläne verdeutlichen Aufbau und Aufgaben der einzelnen elektrischen Funktionskreise. Ausführlich werden Störungssuche und Fehlerbeseitigung beschrieben.
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Motorrad Reisekarten, Süddeutschland

Endlich mal Landkarten, die beim Motorradfahren wirklich taugen. Einzelne Blätter in Tankrucksack-Format, Wasserfest und überaus robust. Dazu noch ein sinnvoller Maßstab (1:300.000) sowie eingezeichnete Motorradtreffs, Werkstätten usw. Absolut empfehlenswert. Das gleiche gibt es im Übrigen auch für Norddeutschland und für die Alpen.

Wer rast, zahlt...

Rasern geht es an den Kragen: Ein Motorradfahrer, der die Höchstgeschwindigkeit innerhalb geschlossener Ortschaften um mehr als 60 km/h überschreitet, muss zwischen 300 und 425 Euro Bußgeld zahlen und mit einem Fahrverbot von 3 Monaten rechnen.